Erklärung vom 16. Juni 2025

Jedes Jahr bietet der Gedenktag an das Massaker von Soweto am 16. Juni 1976 Gelegenheit, das Engagement, den Mut, die Kämpfe und das Opfer der afrikanischen Kinder und Jugendlichen für die Befreiung und den Wiederaufbau Afrikas und der Schwarzen Diaspora zu würdigen. Ihnen Tribut zu zollen und dafür zu sorgen, dass ihre Erinnerung niemals in Vergessenheit gerät, ist eine Pflicht für alle wahren Schwarzen Revolutionäre/innen. Dies ist besonders wichtig für diejenigen, die selbst als militanten SchülerInnen, StudentIinnen und junge AktivistInnen waren und an der Spitze der gewerkschaftlichen, politischen, sozialen und ökologischen Bewegungen sowie der Kämpfe gegen Imperialismus, Neokolonialismus, Rassismus und Kapitalismus standen, die seit 1976 auf dem Kontinent und in der Diaspora stattfanden.

Die HeldInnen und MärtyrerInnen von Soweto setzten den Kampf fort, den unsere Ahninnen und Ahnen begonnen hatten; wir sind in ihre Fußstapfen getreten und haben ihren Kampf fortgesetzt; weitere Generationen von militanten SchülerInnen und Studierenden haben dann die Fackel übernommen und den Kampf weitergeführt. Diese historische Kontinuität zeugt vom jahrtausendealten Mut und der ungebrochenen Entschlossenheit der Schwarzen Kinder und Jugendlichen zu allen Zeiten und überall auf der Welt, ihre Länder und Communities zu befreien und wiederaufzubauen. Dafür verdienen sie die ewige Dankbarkeit, Anerkennung und den Respekt Afrikas und ihrer Diaspora.

Aber für diejenigen unter uns, die nicht panafri-amnesisch sind, ist Soweto leider auch das eindrucksvollste Symbol für die verratenen, gekaperten, usurpierten und gestohlenen afrikanischen Revolutionen.

In der Tat, statt der versprochenen Befreiung, der fälligen Reparationen, Entschädigungen und Rückerstattungen, der erhofften Rückgewinnung des Vorfahrenlandes und der Wiedererlangung der Kontrolle über unseren Reichtum und unsere Arbeitskraft, führte der Kampf in Südafrika vielmehr zum Aufstieg und zur Machtübernahme durch eine opportunistische und karrieristische afrikanische Bourgeoisie und Kleinbourgeoisie. In ihrer Eile, sich an den Tisch der europäischen Herren zu setzen, beeilten sich diese Schwarzen Kompradoren-Eliten, den weißen Unterdrückern, Versklavern, Kolonialisten, Dieben, Vergewaltigern und Völkermördern zu vergeben und sich mit ihnen zu versöhnen, um sich die Ressourcen und Reichtümer des Landes zum Nachteil der afrikanischen Massen zu teilen. Die tragischsten Folgen und Ausdrucksformen dieses Verrats waren die selbstgeißelnde, unpassend benannte ‚Wahrheits- und Versöhnungskommission‘ und das Massaker von Marikana. Tatsächlich haben diese beiden Ereignisse gezeigt, dass sich die Propaganda- und Unterdrückungsinstrumente des südafrikanischen Staates nicht gegen die weißen Invasoren, Versklaver, Völkermörder, Anstifter und Profiteure der Missbräuche, Übergriffe, Gräueltaten und Verbrechen der Kolonialisierung und Apartheid (die Täter) richteten, sondern sich vielmehr gegen die afrikanischen Massen (die Opfer dieser Verbrechen) gewandt haben.

Anderswo auf dem Kontinent wurden unsere Revolutionen von Überläufern aus den Reihen der kriminellen, inkompetenten und korrupten Würdenträger, Diener, Profiteure und Henker (Zivilisten und Militärs) gestohlen, die zu den Regimes gehören, die uns unterdrücken. Es handelt sich dabei um ehemalige Minister, hohe Beamte, Offiziere und Unteroffiziere, die erkannt haben, dass sie keine Chance mehr hatten, ihren Machthunger zu stillen und ihre Privilegien zu wahren, wenn sie in den Regimes und unter der Vormundschaft von Führern blieben, die ebenso kriminell, korrupt und inkompetent sind wie sie selbst. Um politisch zu überleben, sich sozial zu rehabilitieren und beruflich und wirtschaftlich zu prosperieren, haben sich diese Verräter in Opponenten der letzten Stunde oder messianische Putschisten verwandelt, nicht aus einer späten Liebe zum Land, einer plötzlichen antiimperialistischen Überzeugung oder gar einem Schuldgefühl und einem Wunsch nach Reue, die sie nie empfunden haben.

Aber kaum waren sie in der Opposition oder an der Spitze ihrer Länder, haben diese heuchlerischen und opportunistischen Gesetzlosen die Erzählung gekapert, die Orientierungspunkte verwischt und die Führung unserer Kämpfe gegen ihre ehemaligen lokalen Arbeitgeber und ihre ausländischen imperialistischen Herren an sich gerissen. Leider genießen sie die Unterstützung und Hilfe ehemaliger abtrünniger Genossen, die, weil sie zu ängstlich, feige, inkompetent und undiszipliniert sind, um selbst eine Revolution zu machen, sich zu ihren eifrigen Handlangern, unterwürfigen Höflingen, fanatischen panafri-Hofnarren und panafri-zynischen Speichelleckern gewandelt haben!

Wir sagen entschieden „Nein!“ zu diesen Panafri-Opportunisten, Panafri-Abtrünnigen und Panafri-Schurken!

An diesem historischen Tag, dem 16. Juni, rufen wir die wahren afrikanischen Revolutionäre/innen (RAREs) des Kontinents und der Diaspora dazu auf:

1. den festen Entschluss zu fassen, nie wieder zuzulassen, dass Opportunisten, Karrieristen und Betrüger unsere Revolutionen kapern, stehlen, usurpieren und verraten.

2. Sich bewusst zu machen, dass wir keine ehemaligen Minister, Militärs, Polizisten, Milizionäre oder andere Überläufer afrikanischer Regime brauchen, um diese zu stürzen und die Macht zu übernehmen. Die Wahrheit ist, dass diese Überläufer nur deshalb Militärputsche durchführen oder die bestehenden Regime verlassen, weil sie verstanden haben, dass wir kurz vor dem Sieg stehen. Der Seitenwechsel oder Militärputsche sind also nichts anderes als opportunistische Strategien, um politisch zu überleben und ihre Interessen, Vorteile und Klassenprivilegien zu bewahren, die sie durch die Unterdrückung, Ausbeutung, Vergewaltigung und Massakrierung der Massen, AktivistInnen, Progressiven und Revolutionäre/innen ihrer Länder erworben haben.

3. Hören wir auf, tolerant, geduldig und nachsichtig gegenüber Panafri-Opportunisten, Panafri-Zynikern, Panafri-Abtrünnigen, Panafri-Schurken, Panafri-Verrätern, Panafri-Verwirrten, Pan-Obamanisten, (Neo-)Panafri-Idioten und Panafri-Militaristen zu sein. Wir müssen ideologisch und politisch mit ihnen brechen und gleichzeitig kritisch und kompromisslos mit unseren eigenen Schwächen, Unzulänglichkeiten und Widersprüchen umgehen.

4. Uns in Schlachtordnung aufstellen, um uns die afrikanische Revolution (rare) mit allen notwendigen Mitteln wieder anzueignen.

Zu diesem Zweck laden wir alle wahren Schwarzen Revolutionäre/innen der Welt ein, sich uns anzuschließen, um eine gemeinsame Plattform zu gründen, damit der Verrat von Soweto, der Verrat von Khartum, der Verrat von Bamako, der Verrat von Ouagadougou, der Verrat von Niamey, der Verrat von Conakry, der Verrat von Libreville, der Verrat von Douala, der Verrat von Ndjamena, der Verrat von Port-au-Prince, kurz gesagt, dass es nie wieder zu einer Vereinnahmung der Volkskämpfe und zu einem Verrat an unseren Revolutionen durch opportunistische zivile oder militärische Eliten in der Schwarzen Welt kommt!

Ewiges Leben und Ruhm den HeldInnen und MärtyrerInnen von Soweto!

Mögen die Ahninnen und Ahnen weiterhin die wahren afrikanischen Revolutionäre/innen (RAREs) leiten, beschützen und stärken.

Mögen sie ihnen

a) die Weisheit, Opportunisten, Abtrünnige, Betrüger, Usurpatoren, Verräter, Renegaden, Kollaborateure, Feiglinge und Angsthasen zu erkennen und zu identifizieren, sowie

b) den Mut, sie systematisch zu entlarven und anzuprangern,

c) die Entschlossenheit, sie schonungslos zu entfernen, und

d) die notwendigen Mittel, um das Schiff der Wahren Afrikanischen Revolution (rare) sicher in den Hafen zu bringen, für die die Kinder und Jugendlichen von Soweto vor nunmehr 49 Jahren ihr Leben gegeben haben.

Erstellt in Soweto, BoisKayman, Adwa, Yaoundé, Harare, San Basilio, Caracas, Havanna, am 16. Juni 2025

MAAT REVOLUTION

Entschuldigungslos Ancestral, kompromisslos Revolutionär, radikal Maatisch

Maroons-Unbezaehmbar@reclaimingtheafricanrevolution.com